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Österliche Bußzeit

Pater Norbert Wientzek

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Österliche Bußzeit, die wir auch unter dem Namen „Fastenzeit“ kennen.

In dem früheren Christentum war der Aschermittwoch der Beginn der öffentlichen Kirchenbuße: Die Büßer legten das Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut.

Als die öffentliche Buße verlorenging (10. Jh) wurde der Ritus mit der Asche an alle Gläubigen ausgeweitet. Seit dem 12. Jahrhundert wird die Asche aus den Palmzweigen des Vorjahres gewonnen.

Bis 1970 ist der Aschenritus vor der Messe gewesen, seither aber nach der Homilie.

Der Name „Österliche Bußzeit“ zeigt schon die Bedeutung dieser 40 Tage (Sonntage sind von der Fastenzeit ausgeschlossen): Es geht um die Vorbereitung auf Ostern.

Ostern ist das wichtigste Fest. An diesem Fest, von der Messe des Abendmahles am Gründonnerstag bis Ostersonntag, werden die größten Geheimnisse unseres Glaubens gefeiert.

Um es würdig zu feiern, gibt es die Vorbereitungszeit, in der besonders das Gebet, das Fasten, das Almosengeben  und das Wichtigste, die „Bekehrung“, im Vordergrund stehen. Papst Benedikt nennt die Fastenzeit eine Zeit, in der wir vom Evangelium her eine ehrliche Rückschau auf unser Leben halten.

Früher war das Fasten sehr streng; man durfte nur einmal am Tag essen, das Fleisch und der Fisch waren in dieser Zeit verboten. Heute halten sich noch einige Ostkirchen an diese strengen Vorschriften.

In der katholischen Kirche haben wir nur noch zwei Tage, an denen wir zum Fasten und zu Abstinenz verpflichtet sind. Das sind eben Aschermittwoch und der Karfreitag.

An diesen Tagen sollen wir, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, kein Fleisch essen, und alle Volljährigen bis zum Beginn des 60. Lebensjahres sind zum Fasten (einmal am Tag sich satt essen und sonst nur kleine Stärkungen zu sich nehmen) verpflichtet.

Die Fastenzeit hat verschiedene Formen der Frömmigkeit entwickelt.
Wir kennen den Kreuzweg, die Fastenpredigten, Früh- und Spätschichten, Exerzitien im Alltag, Hungertuch, Fastenessen usw.

Dazu kommen auch individuelle Formen des Verzichts und Buße zu Geltung wie: Verzicht auf Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten, Fernesehen usw.
Jeder von uns weiß, worauf er aus Liebe zu Jesus verzichten kann.
Wer die Fastenzeit bewusst erlebt, der wird sicherlich Ostern mit großer Freude feiern können.

Und so wünsche ich euch allen eine gute „Österliche Bußzeit“

Euer Norbert Wientzek SVD

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