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Kirchengeschichte
St. Peter und Paul Bad Driburg

Die kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Bad Driburg, hat eine über 1.200-jährige geschichtliche Vergangenheit.

Bereits um 780/90 befand sich in der ehemaligen Sachsenfestung auf der Iburg die St. Petrus Kirche, die der Frankenkönig Karl der Große hatte erbauen lassen. Zu dieser Missionskirche gehörte als Ur-Pfarrei der historische Nethegau, das Gebiet zwischen dem Eggegebirge und der Weser. Als im Jahr 799 in Paderborn unser Bistum gegründet wurde, schenkte der Frankenkönig auf die ausdrückliche Bitte des Papstes die St. Petrus Kirche mit allen Zubehörungen dem gerade gegründeten Paderborner Bistum.

Um 1225 entstand westlich der Burg, die “Stadt Iburg”, die aber schon bald ins Tal verlegt wurde.

Der Paderborner Fürstbischof Simon zur Lippe (1247 - 77 ) gründete um 1250 Driburg und verlieh dem Ort Stadtrecht. In der Mitte der mit Mauern und drei Toren bewehrten Stadt ließ der Bischof die spätromanische Pfarrkirche bauen, die dem Apostel Petrus geweiht wurde. Von der Ausstattung dieser Kirche ist heute noch der Taufstein erhalten, der jetzt im Seitenschiff seinen Platz gefunden hat.

Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche wiederholt von Soldaten geplündert und fiel 1636 einer großen Feuersbrunst zum Opfer. Der Turm stürzte ein. Erst 1676 wurde die Kirche renoviert: Der Kirchturm wurde wieder aufgebaut, ebenso das verfallene nördliche Seitenschiff. Die Pfarrkirche erhielt eine barocke Ausstattung, von der noch die beiden Statuen der Apostel Petrus und Paulus erhalten sind.

1796 gelangte der Grabstein des am 15. Mai 1463 verstorbenen Domherrn Heinrich von Driburg in Besitz der Pfarrgemeinde und fand im linken Kircheneingang Aufstellung.

Im Jahre 1823 wurde die Kirche erweitert:
Das südliche Seitenschiff wurde abgerissen und erheblich vergrößert als dreijochige Anlage errichtet.

70 Jahre später befand sich die Pfarrkirche in einem schlechten Zustand. Sie wurde außerdem der wachsenden Bevölkerungszahl der Badestadt nicht mehr gerecht. Ein größerer Neubau an gleicher Stelle wurde geplant. Als der Regierungspräsident die Schließung der vom Einsturz bedrohten Kirche verfügte, wurde im Garten des Josephinums - des alten Krankenhauses - eine Notkirche errichtet. Im Oktober/November 1894 beganinn der Bau. Ein Jahr später wurde am 17. September das Richtfest gefeiert. Die Kirche wurde winterfest gemacht und die Innenarbeiten begannen.

Wieder ein Jahr später, im September 1896 erhielt die Kirche die Fenster, geliefert von der Fa. Schmolz & Schneiders, Köln-Lindenthal.  Die Fenster im Querschiff zeigen links die Weisen aus dem Morgenland und rechts Jesus, die Kinder segnend.

Im Oktober 1896 wurden die neugotischen Altäre aufgestellt.
Sie sind aus Eichenholz gearbeitet, angefertigt von der Werkstatt des Bildhauers Brockhinke, Wiedenbrück.
Der Hochaltar - ein Flügelaltar - zeigt die Verkündigung, die Geburt Christi, die Grablegung, die Auferstehung des Herrn,
die Anbetung der Magier und das letzte Abendmahl.

Auf den Tabernakeltüren ist der Psalm-Vers künstlerisch gestaltet: Wie der Hirsch sich nach der Wasserquelle sehnt,
so sehne ich mich nach Dir, mein Gott!


Der rechte Seitenaltar - Kreuzaltar - ergänzt die theologische Aussage der Reliefs des Hochaltars: Die Kreuzigung,
der Auferstandene begegnet dem Apostel Thomas, die Himmelfahrt des Herrn.

Der linke Seitenaltar - Marienaltar - entstand in der Kunsttischlerei Schweppenstedde, Wiedenbrück.

Der Kunst- und Kirchenmaler Goldkuhle schuf die Marien-Statue, der Künstler Moormann die Reliefs: Die Darstellung im Tempel und die Flucht nach Ägypten.

Gut 2 Jahre nach Baubeginn - in der Adventszeit 1896 - konnte die Kirche benutzt werden.

Am 4. Mai 1897 wurde die Pfarrkirche durch den Paderborner Bischof Hubertus Simar geweiht.

Im Herbst 1909 erhielt die Pfarrkirche ihre erste Ausmalung durch den Wiedenbrücker Kirchenmaler Eduard Goldkuhle.

1957 und 1973 erfolgten größere Renovierungen.

1984 wurde der Zelebrationsaltar, der die Bekehrung des Hl. Paulus an der Frontseite bildnerisch dargestellt und der Ambo von den Gebr. Winkelmann neu geschaffen.

1995 wurde der Kreuzweg - von 1867 - restauriert.

Die Renovierung 2008 begann mit der Einrüstung der ganzen Kirche nach dem Weißen Sonntag. Am Vorabend des 1. Adventssonntages konnten die Gläubigen wieder in ihre Kirche einziehen. Während der Renovierungsphase fanden die Sonntagsgottesdienste in der Kirche des St. Xaver-Gymnasiums statt.

Während der Renovierung wurde der weiße Anstrich abgetragen und der Schmutz mit Spezialschwämmen abgerieben. Unter den Bänken wurden neue Holzpodeste angebracht. Die Elektroanlage wurde erneuert und die Ausleuchtung der Kirche durch neue Leuchten verbessert.

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