Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Pfarrnachrichten:

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Pilgern auf dem Jakobsweg von Corvey nach Büren vom 2. bis 6. August

Erinnern Sie sich noch an den Aufruf unserer Gemeindereferentin Anne Frank, wer für eine Nacht – von Mittwoch, den 3. August auf Donnerstag, den 4. August diesen Jahres – ein oder zwei Pilger bei sich aufnehmen möchte und ihnen Bett, Waschgelegenheit und Frühstück zur Verfügung stellen möchte?
Was ist aus diesen Pilgern geworden? Sind sie gut am Ziel in Büren angekommen?

Wir  - Beatrix Hesse und Ulrike Gehle - waren auf dem Jakobsweg unterwegs, zwar nicht in Spanien, aber immerhin Pilgerinnen von Corvey nach Büren.
Ein Bett in Bad Driburg benötigten wir nicht, haben aber selber Pilger aufgenommen. Mit unterschiedlichen Wünschen und Erwartungen haben wir an der gut 100 km langen ökumenischen Pilgerwanderung teilgenommen. Wir wollen an dieser Stelle kurz unsere Eindrücke und Erlebnisse schildern.

Der Tagesrhythmus ist schnell erklärt: Jeden Morgen um 8.30 Uhr trafen sich alle – Stammpilger und Tagespilger - zu einem Einstieg in den Tag. Vorgetragene meditative Texte, Gebete, Bibelstellen und Lieder gaben uns schon auf den ersten Kilometern Denkanstöße. Weitere Anregungen gaben in der Schweigezeit die sogenannten „Impulskarten“. Zur Wahl standen Karten mit den Oberbegriffen: Weg, Engel, Evangelium und Tageslosung. So liefen wir mindestens eine Stunde im Schweigen. Gedanken über Gott und die Welt kamen und gingen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause, in der wir unsere Lunchpakete aßen, begann schon die zweite Tageshälfte und das Ziel war bald erreicht. Ein geistliches Ankommen in einer Kirche des jeweiligen Ortes fand um 17.00 Uhr statt. Anschließend gab es ein gemeinsames Abendessen, um dann gestärkt um 20.00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Hierzu waren auch die Gastgeberfamilien eingeladen. Spannend war die Verteilung der Pilger auf die Familien. Ein Auktionshaus hätte nicht besser die Betten anpreisen können als die Gasteltern selbst.

An dieser Stelle möchten wir uns im Namen aller Pilger recht herzlich für die Gastfreundschaft in Bad Driburg und den umliegenden Gemeinden bedanken.

Alle Stationen unserer Pilgerwanderung aufzuzählen wäre zwar interessant, aber an dieser Stelle zu lang. Wer tiefere Eindrücke und den Streckenverlauf unserer Pilgerwanderung erfahren möchte, kann sich an uns persönlich wenden.

Tief beeindruckt hat uns der herzliche Empfang in Ovenhausen. Glockengeläut überraschte uns schon auf dem Heiligenberg und mit Glockengeläut und Orgelmusik wurden wir in Ovenhausen in der Kirche St. Maria Salome willkommen geheißen. Wenn über 80 Pilger unterwegs sind, erregt dies immer Aufmerksamkeit. Jedes mal schlug uns die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen entgegen.  Einmal gab es am Weg für alle Kaffee und Kuchen. Und manch einer von uns bekam sogar unverhofft Pfannkuchen.

Was bewegte uns dazu mit zu pilgern? Wir Menschen sind immer auf dem Weg und auf der Suche. Für uns war es wichtig zu uns selbst und zu Gott zu finden und um andere zu suchen. Diese spirituelle Erfahrung und gewonnene Freundschaften möchten wir nicht missen.

Diese ökumenische Pilgerwanderung bleibt uns (auch mit Blasen unter den Füßen)  in guter Erinnerung und wird noch lange in uns nachklingen. Und es wird sicherlich nicht die letzte Pilgerwanderung gewesen sein, die wir mitgemacht haben. Wie heißt es doch so schön in einem Lied „Pilger sind wir Menschen, suchen Gottes Wort. Unerfüllte Sehnsucht treibt uns fort und fort...“.

Beatrix Hesse und Ulrike Gehle

11.517.023  Besucher seit 09.2009