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Ruht ein wenig aus

Pater Thomas Bucher

„Ruht ein wenig aus“ (Mk 6,31) sagte Jesus zu seinen Jüngern, nachdem sie in seinem Namen das Reich Gottes verkündet und Kranke geheilt hatten. Das ist eine sehr schöne Einladung, die passend klingt für den Beginn der Ferien oder der Urlaubszeit.

Die meisten Schüler wollen  von der Schule ausspannen. Allerdings wird es bei ihnen wohl mehr „Aktivurlaub“ sein mit Spielen und Herumtoben; ein Raus aus dem Alltag.

Manch ein Erwachsener hat in dieser Zeit vielleicht Urlaub und freut sich auf die freie Zeit. Er/Sie kann es ruhiger angehen lassen als sonst und Hobbys besser nachgehen.

Vielleicht auch am Strand liegen, sich bräunen lassen oder einer Brise Wind aussetzen? In der Hängematte liegen oder auf einer Parkbank zur Ruhe kommen? Etwas länger schlafen und träumen? Vielleicht all das und auch noch ein wenig mehr!

Was hat Jesus eigentlich gemeint, als er vom Ausruhen sprach?

Er lud die Jünger dazu ein mit ihm allein zu sein – ohne die Menge der Leute und die Arbeit. Allerdings hatten sie an jenem Tag nicht viel Zeit dafür, denn die Leute sahen sie abfahren und kamen ihnen nach. Dann hatte Jesus Mitleid mit den Leuten und der Dienst ging weiter (s. Mk 6,30ff).

Immerhin hatten die Jünger vorher noch alles berichten können, was sie getan und gelehrt hatten. Ob ihnen das die Kraft gegeben hat, dann weiterzumachen? Oder war es einfach die Gegenwart Jesu unter Ihnen, der ihnen ein Beispiel gegeben hat und durch den sie Kraft empfingen?

Mit Jesus (allein) sein, Ihm erzählen, in seiner Gegenwart verweilen, Ihm zuhören.

Das ist sicher nicht nur im Urlaub möglich, aber da vielleicht besonders leicht.

Und wenn Störungen kommen, gibt  Jesus uns dann nicht auch die Kraft des Heiligen Geistes, um alles bewältigen zu können?

Jesus selbst ging an jenem Abend nach getaner Arbeit auf einen Berg, um zu beten. Er hat immer wieder Kraft geschöpft aus dem Gespräch mit seinem Vater. – So wie die Jünger Kraft empfingen durch das Gespräch mit Jesus.

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen!“ (Mt 11,28 Mit diesen Worten lädt Jesus auch uns ein zu Ihm zu kommen und bei Ihm auszuruhen - in Gott zu ruhen.

Psalm 23 beginnt mit den Worten: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“  Und in Psalm 131,2 heißt es: „Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei seiner Mutter ist meine Seele still in mir.“

Still werden, zur Ruhe kommen, Frieden finden. „Ruht ein wenig aus“. Gott gönnt uns Ruhe und schenkt uns Ruhe! Das kann in der Natur sein, aber genauso  gehört für mich dazu, in einer Kirche, vor dem Tabernakel oder einem Kreuz etc. bei Gott zu verweilen; ihm erzählen, auf sein Wort hören; mit Ihm sein.

So wünsche ich Ihnen (und mir selber), ob Sie nun Urlaub haben oder weiter arbeiten müssen, solche Zeiten der Ruhe mit Gott und in Gott!

Im Gebet verbunden
P. Thomas Bucher

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