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Sakrament der Krankensalbung

Pastor Janusz Kudyba

In den Gemeinden unseres alten Pastoralverbundes Bad Driburg-Nord haben wir vor Weihnachten und in der Fastenzeit ältere Mitchristen eingeladen, das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen. Das Angebot stieß nicht immer auf Interesse; die Resonanz war eher verhalten.

Während meiner ganzen seelsorgerischen Tätigkeit habe ich den Kranken meiner Gemeinden immer in der Fasten- und Osterzeit dieses Sakrament gespendet. Früher und heute stellt es für mich eine besondere Herausforderung und tiefe Prägung im christlichen Glauben dar; dies verspüre ich auch oft bei den Menschen, die die Krankensalbung empfangen. Einige Überlegungen dazu seien mir an dieser Stelle nun gestattet.

In schwerer Krankheit und Lebensgefahr haben wir eine besondere Stärkung für Leib und Seele nötig. In dieser Situation kommt Christus, der Freund der Kranken, uns im Sakrament der Krankensalbung zu Hilfe.

Im Brief des hl. Apostels Jakobus ist die Krankensalbung erstmals erwähnt. Hier heißt es:

„Ist jemand krank unter euch, so rufe er die Priester der Kirche; sie sollen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken Heil bringen; der Herr wird ihn aufrichten; wenn er in Sünden ist, so werden sie ihm erlassen“   ( Jak 5,14 – 15 )

Wenn also durch das Gebet der Kirche, verbunden mit Salbung Sünden vergeben werden und die Apostel es so praktiziert haben, muss man doch mit Sicherheit annehmen, dass Jesus dies gewollt und ihnen aufgetragen hat; denn die Apostel waren nicht autorisiert, selbsttätig dies einzuführen. Daher muss auch die Krankensalbung ein von Christus eingesetztes Sakrament sein, dass schon in den jungen Christengemeinden zu den heiligen Sakramenten zählte.

In schwerer Krankheit, bei einem Unfall, ganz besonders wenn Lebensgefahr besteht, und bei Altersschwäche empfiehlt es sich, dieses Sakrament unbedingt zu empfangen. Dies darf sogar öfter geschehen und zwar  immer dann, wenn sich von neuem Lebensgefahr einstellt.

Bevor der Priester die Krankensalbung spendet, sollte man sich vorbereiten, indem man seine Sünden von Herzen bereut und reumütig das Bußsakrament empfangen, vorausgesetzt, der Kranke ist noch in der Lage zu beichten.

Dann salbt der Priester dem Kranken Stirn und Hände. Dabei betet er:

„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

Von Gott erbittet er Vergebung der Sünden und Sündenstrafen des Gesalbten.

Weil die Krankensalbung so wichtig ist, trachte man danach, sie rechtzeitig zu empfangen, bzw. rechtzeitig den Priester holen zu lassen, solange der Kranke noch bei klarem Bewusstsein ist.

Was bewirkt die Krankensalbung?

Durch dieses Sakrament stärkt uns Christus in Krankheit und Todesnot, lässt uns die Sünden und Strafen nach und schenkt uns die Gesundheit wieder, wenn es für uns heilsam ist. Der Priester betet dabei auch viel um Wiedererlangung der Gesundheit.

 

Herzliche Grüße an Sie und Ihre Familien

Ihr Pastor Janusz Kudyba


Weitere Informationen zur Krankensalbung finden Sie hier.

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