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Segeln am Widerstand

Diakon Manfred Lohmann

Angstsituationen kennt sicher jeder Mensch. Angst hat grundsätzlich auch etwas sehr Positives. Angst bewahrt uns davor, zu nahe an einen Abgrund zu treten, so dass wir abstürzen könnten. Allerdings ist unsere Angst teilweise auch blockierend, hinderlich. Gegenüber einem guten Freund oder in der Partnerschaft Kritik zu äußern, fällt oftmals schwer, weil wir Angst haben, dass die/der Andere aufgrund dessen mit Ablehnung reagiert.

Hier wird die Verwandtschaft der Wörter Angst und Enge sehr deutlich. Die Enge der Angst verführt uns dazu, einen vermeintlich bequemeren Weg zu suchen, die notwendigen Dinge vor uns her zu schieben, auch wenn wir wissen, dass die lange Bank des Teufels liebstes Möbelstück ist.

Eine weitere Quelle der Angst sind Veränderungen, die wir auf uns als Einzelne/r, als Pastoralverbund oder als Gesellschaft zukommen sehen. Veränderungen, deren Grund und Nutzen uns nicht einleuchtet, lösen Angst und Abwehr als natürliche Reaktion aus. So wird die Tätigkeit jener Menschen, die Veränderungen einführen wollen oder müssen, häufig als Segeln am Widerstand bezeichnet. Auf den Wellen der Angst und den Wogen der Unsicherheit gilt es die Energie so zu nutzen, dass das Boot wieder in ruhigere Gewässer kommt.

Die Erfahrung sagt uns, dass es keinen guten Wind für den geben kann, der nicht weiß, wohin er segeln will. Der Mensch muss also wissen, wohin er kommen will, welches Ziel er im Auge hat. Dies gilt für den Einzelnen wie für einen Pastoralverbund. Ist das Ziel klar, lässt sich meist auch ein Weg finden, der dorthin führt. Dieser wiederum kann für jeden Menschen anders aussehen. Mit einem Ziel im Blick und ein bisschen Rückenwind von Gleichgesinnten wird es gelingen, durch die Klippen von Zweifel und Angst zu kommen. Als Christen haben wir die feste Zusage einer steten Begleitung.


EINE ANGSTFREIE WOCHE wünscht


Manfred Lohmann

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