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Diakon Gottfried Rempe

„Ich will meine Ruhe haben!“ „Schon wieder so ein Haufen Papier – das ist doch nur Material- und Zeitverschwendung!“  „Ich lasse mir von Niemandem vorschreiben, wie ich meine Religion leben soll - schon gar nicht von Paderborn!“

Am 25.10.2014 hat Erzbischof Hans-Josef Becker in einem feierlichen Festakt das „Zukunftsbild für die Pastoral im Erzbistum Paderborn“ unterschrieben und damit eine zehnjährige Beratungsarbeit besiegelt.

Was jetzt? Die oben zitierten Aussagen sind einige Reaktionen auf das „Zukunftsbild des Erzbistums“. Also machen wir so weiter, kreisen wir weiterhin um uns selbst, um „unsere Kirchengemeinde“, wo wir doch alles „im Griff“ haben!?

Es ist für jeden Christen, dem das Wohl seiner Kirche am Herzen liegt, deutlich und klar zu erkennen, dass neue Wege der Evangelisierung und des pastoralen Handelns beschritten werden müssen. Dabei ist es notwendig, dass alle Christen/-innen sich einbringen, und zwar offen, konstruktiv und phantasievoll! Da ist es sicher nicht immer leicht, seine alten Denkstrukturen zu  durchbrechen, „ausgelatschte Wege“ zu verlassen, sich im Vertrauen auf Gottes Heiligen Geist den neuen Herausforderungen zu stellen und aktiv am Auf- und Weiterbau einer neuen Christengemeinde mitzuarbeiten, um den Fragen, Sorgen und Nöten unserer Zeit gerecht zu werden. Die Feier der Eucharistie mit ihren unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten in Wort und Lied bleibt Mittelpunkt und Kraftquelle des gemeinsamen Tuns!

Das Evangelium dieses Sonntags spricht von unterschiedlichen „Talenten“ – Begabungen. Was wäre das für ein Aufbruch in den Kirchengemeinden unseres Erzbistums, wenn sich alle Getauften auf ihre je spezifischen Begabungen besännen und diese in das Gemeindeleben einbrächten! Jeder und Jede von uns, ob alt oder jung, verfügt über verschiedene Charismen, Gnadengaben: „Einem jeden teilt er, Gottes Geist, seine besondere Gabe zu, wie er will“ (1 Kor 12,11).

Vertrauen wir bei der Umsetzung des „Zukunftbildes“ auf die begleitende Kraft des Heiligen Geistes. Zeigen wir den Menschen draußen, dass wir von der Hoffnung leben, aus der Frohen Botschaft unsere Kraft schöpfen, den vor uns liegenden Weg gemeinsam zu gehen und so unseren Glauben in der Welt mit neuem Schwung mutig und zuversichtlich verkünden. Dabei sollten wir allen Menschen, vor allem den Armen, Behinderten, Alten, Trauernden und Heimatlosen mit einem freundlichen Gesicht begegnen und ihnen so zeigen, dass sie zu uns gehören und ein Ebenbild Gottes sind. Nicht blinder Aktionismus ist angesagt, der viele Bemühungen im Keim erstickt, sondern „das Sich-Einlassen auf einen neuen verbindlichen Weg.“

Schließen möchte ich mit einem Zitat von dem emeritierten Bischof von Limburg, Franz Kamphaus: „Komm Heiliger Geist, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe, das die Langeweile tötet und den Betrieb bloßstellt. Lass in Flammen aufgehen, was leeres Stroh geworden ist, verholzt, die Berge von Papier, die die Kirche bedecken… Entfache das Feuer in uns, die geistliche Energie.“Werden wir zum „Zündholz“, das dieses Feuer in unseren Gemeinden, in unserem Erzbistum, neu entfacht!

Einen gesegneten Sonntag und nette Begegnungen in der kommenden Woche wünscht Ihnen

Ihr Gottfried Rempe, Diakon

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