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"Unterm Strich zähl ich?"

Gemeindereferentin
Anne Frank

Seit dem Ende der Sommerferien geht es rund in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes. Kinder der dritten Klassen bereiten sich intensiv auf die Erstkommunion vor, Jugendliche werden mit der Firmvorbereitung konfrontiert.

Auf dem Weg zu den Sakramenten findet Begegnung statt, untereinander, mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche und mit uns, der Kirchengemeinde.

Da stellt sich die Frage, wer oder was sind wir denn eigentlich als Gemeinde? In welche Gemeinschaft nehmen wir die Kinder und Jugendlichen auf? Was lässt uns Sonntag für die Sonntag die Kirche besuchen? Ist es reine Pflichterfüllung, weil wir es so gelernt haben? Warum glauben wir an Gott, hoffen wir auf die Auferstehung und nennen die Jesusgeschichten "Frohe Botschaft"? Sind wir überhaupt eine Gemeinschaft, oder ist nur jeder für sich und maximal noch mit seiner Familie da? "Unterm Strich zähl ich" heißt es in der Werbung, gilt das auch für unsere christliche Gemeinschaft?

Ich hoffe nicht. Ich wünsche mir vielmehr, dass wir einander wahrnehmen, und zwar nicht darin, wer als erster die neue Herbstjacke beim sonntäglichen Kirchgang trägt, sondern wer mit mir da ist, ob es meinen Mitmenschen gut oder schlecht geht, dass ich mich ehrlich mitfreuen kann oder mich traue, den anzusprechen, der traurig ist. Dass wir in unserem Glauben Halt finden, dass er uns stärkt und uns hilft, unserer Leben zu meistern.

Ich wünsche, dass wir Misstrauen verlieren und Vertrauen zueinander gewinnen, dass wir miteinander ins Gespräch kommen und dass in unserer christlichen Gemeinde jeder seinen Platz finden kann.

Ich wünsche mir, dass wir zu einer offenen und einladenden Gemeinschaft werden, die auch unsere Kinder und Jugendlichen in ihrer ganz eigenen Art gerne aufnimmt und begleitet. So, dass Erstkommunion und Firmung nicht nur gesonderte Veranstaltungen für eine bestimmte Gruppe sind, sondern ein Weg für die ganze Gemeinde werden.

 

Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Woche,

Ihre

Anne Frank

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