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Vergiss es nicht - ICH bin bei dir!

P. Elmar Maria Becker

Immanuel – Gott mit uns, das ist die Botschaft von Weihnachten. Vergessen wir das nicht, auch wenn das neue Jahr 2017 schon voll im Gange ist.

Er geht mit uns, ist bei uns, was auch kommen mag. Diese Zusage finden wir in verschieden Stellen der Bibel.

So heißt es in Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er läßt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.“

Diese Gegenwart und Führung Gottes haben die Israeliten damals bei ihrer Errettung aus der Sklaverei Ägyptens und der langen Wanderung durch die Wüste erlebt.

Gott führte das Volk in das verheißene Land, doch um dahin zu kommen, mussten sie erst einmal durch die Wüste, durch eine lebensbedrohende Umgebung wandern.

Da mag sich so mancher Israelit sicherlich die Frage gestellt haben: Müssen wir wirklich durch die Wüste ziehen, können wir nicht gleich direkt in das verheißene Land ziehen, gibt es denn keinen angenehmeren Weg?

Beim Propheten Jesaja steht: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.“ (Jes 55,8)

Ja, nicht der kurze Weg mit der erfrischenden Meeresbrise, sondern der lange und harte Weg mitten durch die Wüste sollte Israel ins verheißene Land führen.

Doch nie war das Volk in dieser Zeit von Gott verlassen! Er gab ihnen ein sichtbares Zeichen seiner Gegenwart.

„Der Herr zog vor ihnen her am Tag in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.“

Der Auszug aus Ägypten und die schwierige und herausfordernde Wüstenwanderung der Israeliten war kein Irrweg, sondern der Weg, durch den das Volk eine tiefe Erfahrung der Gegenwart Gottes machte. Dadurch reifte ihr Glauben und ihre Hoffnung.

Natürlich haben sie auf dem Weg durch die Wüste hier und da gegen Gott gemurrt und an seiner Güte und Führung gezweifelt. Doch schlussendlich durften sie in das verheißene Land einziehen.

Auch unser Lebensweg geht manchmal durch die Wüste und vielleicht haben auch wir dann schon gedacht: Ach, wenn ich doch diese Wolke oder diese Feuersäule sehen könnte und sie mir den Weg durch die Probleme, durch die schwierige Situation zeigte!

Der auf den ersten Blick lebensfeindliche Weg kann uns aber zu einer tiefen inneren Reife führen. Ein Weg, auf dem wir Gottes Gegenwart vielleicht in einer ganz neuen und tieferen Weise erfahren.

Immanuel - Gott mit uns. Auch wir dürfen sicher sein: Gott lässt uns nicht allein, sondern geht mit uns. Er hat uns ja sein Wort gegeben: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage“ oder besser „Ich werde mit dir sein“ – ich denke, das ist entscheidend, dies ist eine Verheißung Jesu und wir dürfen an sie glauben. Vertrauen wir uns Ihm an!

Jesus, ich will dir vertrauen, dass du mich und meine Situation kennst und mich nicht verlässt. Ich werfe alle meine Sorgen, Ängste, Fragen und Nöte auf dich. Danke, dass du immer bei mir bist.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen
P. Elmar Maria Becker cb

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