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"Versprochen ist versprochen ...!”

Pastor Edgar Zoor

... und darum möchte ich in diesem Pfarrbrief einige Gedanken zum großen Bereich der Geistlichen Begleitung veröffentlichen – wie vor einigen Wochen bereits angekündigt. Dieser Beitrag ist der zweite Teil meiner Vorstellung als neues Mitglied im Team des Pastoralverbunds. Vielleicht wissen Sie jetzt schon, dass die eine Hälfte meiner Tätigkeit in der Krankenseelsorge im St. Josefs-Krankenhaus liegt und die andere in den Gemeinden des Pastoralverbunds mit dem lokalen Schwerpunkt der nördlichen Gemeinden und dem inhaltlichen der Geistlichen Einzelbegleitung. Für diesen besonderen Akzent meines Tuns hat mich eine zweijährige Zusatzausbildung qualifiziert, die ich in diesem Sommer abschließen konnte.

Worum geht es bei der Geistlichen Begleitung?

Unser Erzbischof hat in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief deutlich gemacht, dass er die Zukunft der Kirche darin sieht, dass immer mehr in ihr ihre eigene Berufung, die in der Taufe grundgelegt ist, erkennen und im Alltag leben. Jeder Getaufte ist in die Weite und Freiheit des Lebens gerufen, die aus unserem Glauben erwachsen. Dies gelingt aber nur, wenn jeder bereit ist, sich persönlich immer mehr vom Glauben bewegen und seinen Alltag vom Glauben steuern zu lassen und so immer mehr zu einer intensiven, persönlichen Gottesbeziehung zu finden. In jedem von uns liegt gewissermaßen ein Kern: eine geheimnisvolle innere Kraft, die nach der Gegenwart Gottes im alltäglichen Leben fragt. Dieser unruhige und suchende Kern in unserer Seele ist mehr oder weniger stark und bei jedem einzelnen unterschiedlich zum Keimen, Wachsen und Reifen gekommen. Um die Frucht dieses Suchens erschmecken zu können, brauchen wir Hilfe von außen. Und hierzu bietet sich ein Geistlicher Begleiter an.

Wozu ist das gut?

Es gibt darum drei große Bereiche und Motive, aus denen heraus Geistliche Begleitung angestrebt wird. Zum einen geht es grundsätzlich um eine Stärkung der persönlichen, unvertretbaren Gottesbeziehung. Zum anderen lassen sich Menschen geistlich begleiten, um eine neue Ordnung in ihr Leben zu bringen, wenn sie den Eindruck haben, dass es keine geistliche Ordnung mehr gibt, die Halt im Alltag gibt. In einem dritten Bereich geht es oft um Entscheidungen, die mehr sind als Bagatellen: unsere prinzipiellen Lebensentscheidungen müssen dem Willen Gottes entsprechen, wenn wir glücklich werden sollen. Aber das werden wir nicht, wenn wir auf Dauer immer haarscharf an dem vorbei leben, was Gott für uns vorgesehen hat.

Wie geht das?

Geistliche Begleitung geht immer von den konkreten Sehnsüchten der Begleiteten aus. Auch noch so unwichtig erscheinende Grundwünsche drücken dabei in der Regel eine fundamentale Grundsehnsucht aus, die uns letztlich zu Gott führen kann. Am Beginn der Geistlichen Begleitung steht darum ein Gespräch, das die Motivation klären hilft. Vorerst muß aber klar sein, dass die Beziehung zwischen dem Begleiter und dem/der Begleiteten stimmt, ansonsten ist eine Geistliche Begleitung fruchtlos.

In solch einem ersten Gespräch werden auch konkrete Vereinbarungen getroffen. In der Regel finden eine genau festgelegte Anzahl von Gesprächen statt, meist in Abständen von 4 Wochen und mit einer Dauer von je 45 Minuten. Am Ende der vereinbarten Gespräche wird gemeinsam auf den zurückgelegten Weg geschaut und entschieden, ob die Begleitung weitergeführt wird. Die einzelnen Gespräche sind absolut vertraulich und haben für mich den Verschwiegenheitsanspruch eines Beichtgesprächs. Am Ende eines einzelnen Gesprächs kann ein Geistlicher Impuls stehen, der in den kommenWochen bis zum nächsten Treffen dem/der Begleiteten helfen soll, stärker in eine persönliche Gottesbeziehung zu finden. Diese drückt sich in der Regel durch eine neue oder intensivere Art des individuellen Betens aus.

Wie geht das konkret?

Wenn Sie Interesse an einer Geistlichen Begleitung haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ab dem 4.10. 2010 bin ich nach einer Weiterbildung für die Arbeit in der Krankenseelsorge wieder in Bad Driburg erreichbar, meine Kontaktdaten finden Sie hier. Wir werden dann einen Gesprächstermin vereinbaren. Die Gespräche finden in der Regel in meinem Arbeitszimmer im Krankenhaus neben der Kapelle in Bad Driburg statt.

Übrigens: Geistliche Begleitung ist für Sie kostenlos!

Als Letztes:

Zu meinem persönlichen Logo als Geistlicher Begleiter ist mir das Motiv der Spirale geworden: Sie drückt aus, dass wir uns durchdie Geistliche Begleitung aus der Zurückgezogenheit in uns selbst neu hinausbewegen lernen - auf Gott und auf die Menschen hin. Aber eine Spirale zeigt uns auch die Möglichkeit der umgekehrten Richtung: aus dem Trubel und den vielen Bewegungen um uns herum wieder Schritte in unsere Mitte hinein zu gehen - dorthin, wo Gott wohnt. Wenn Sie sich auf den Weg machen möchten – ich gehe gerne mit Ihnen! Versprochen ist versprochen!

 

Pastor Edgar Zoor


Weitere Informationen zur Geistlichen Begleitung finden Sie hier.

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