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Warum wird man heute eigentlich noch Messdiener?

Pater Michael Janmieling

Als ich im Sommer das Zeltlager der Neuenheerser Messdiener besuchte, machten wir gleich am Sonntagnachmittag mit einer Gruppe eine Kanutour. Zufällig war ich mit Timon in einem Boot und wir verstanden uns gleich ganz gut. Timon erzählte mir, was ihn alles so bewegt und auch warum er Messdiener geworden ist. Spontan fragte ich ihn, ob er dazu nicht einen Artikel für den Pfarrbrief schreiben könnte. Er war gleich begeistert.

 

Viel Freude beim Lesen und eine gute Woche.

P. Michael Janmieling

Warum ich Messdiener geworden bin!

Zuerst muss ich erst einmal sagen, dass ich mich etwas später als die anderen Kommunionkinder dazu entschlossen habe, Messdiener zu werden. Ich habe erst noch etwas über meinen Entschluss, ob ich Messdiener werden soll, nachgedacht und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut.

Timon Becker

Es gibt mehrere vielseitige Gründe für meinen Entschluss. Es ist ein schönes Gefühl, dass ich bei den Gottesdiensten „gebraucht“ werde. Ich leiste gerne meinen persönlichen Beitrag anderen Menschen eine Stütze zu sein oder ihnen zu helfen. Ein weiterer Grund ist auch, dass ich in den Gottesdiensten Freunde treffe. Man trifft sich in der Kirche oder verabredet sich an der Straßenecke, um dann gemeinsam bei der Messe zu dienen.

Wenn sonntags um 9.15 Uhr die Glocken läuten muss ich spätestens losgehen, denn ich muss mich noch umziehen. Seit Herbst letzten Jahres kommt auch mein Bruder David mit. Er ist ebenfalls Messdiener geworden. Das finde ich richtig toll, jetzt können wir immer gemeinsam gehen, auch wenn jemand mal keine Zeit hat oder etwas dazwischen gekommen ist, können wir uns gegenseitig vertreten. Es hat alles seine Ordnung, die Haare müssen gekämmt sein, die Schuhe geputzt und das Messgewand muss die richtige Größe haben, sonst sieht es unordentlich aus. Die Küsterin Frau Adolph überprüft uns noch einmal, ob alles sitzt. Erst dann pünktlich um 9.30 Uhr kann der 1. Messdiener In der Reihe die Glocke an der Sakristeitür läuten. Am meisten Spaß macht mir das Kollektieren. Ich bin dann in Bewegung und laufe einmal durch die ganze Kirche. Das Klingeln der Glocken finde ich auch ganz o.k. Aber es muss halt alles gemacht werden.

Wir sind jeden Sonntag mit 8 Messdiener aufgestellt, an besonderen Anlässen wie Ostern, Weihnachten oder Prozessionen auch mal 16 Messdiener. Richtig toll finde ich es, wenn wir wie dieses Jahr, einen tollen Ausflug nach Fort Fun bei Olsberg ins Sauerland machten. Es war einfach klasse. Den ganzen Tag lang alle Attraktionen genießen. Am besten fand ich die Wildwasserbahn. Ich war zwar anschließend total durchnässt aber zum Glück hatte ich Ersatzkleidung eingesteckt! Das Highlight war natürlich das alljährliche Sommerzeltlager. Dieses Mal ging es zum Edersee, das liegt ebenfalls im Sauerland. Für mich war es die 1. Zeltlagerfahrt. Mein Bruder ist auch mitgefahren. Wir haben zusammen mit unserem Freund Johannes in unserem großen Familienzelt geschlafen. Es war total schön obwohl es das Wetter nicht immer gut mit uns meinte. Pater Michael hat uns auch besucht und 1 Nacht mit gezeltet. Ich bin mit ihm Kanu gefahren und wir haben über Gott und die Welt geplaudert. Wir waren in Gruppen eingeteilt und jeder war einmal mit Essenkochen und Spülen an der Reihe. Außerdem haben wir viel zusammen gespielt, Ausflüge gemacht und am Lagerfeuer gesungen. Sonntags haben wir auch den Gottesdienst besucht, den hat Pater Michael mit uns gefeiert. Auch diese Fahrt hat meinen Glauben an Gott und die Zusammengehörigkeit der Messdienergruppe gestärkt.

Nächstes Jahr möchte ich wieder mitfahren. Ich freue mich Messdiener in meiner Gemeinde zu sein und kann nur jedes Kommunionkind
dazu ermutigen!

Timon Becker, 13 Jahre

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