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Weihnachtsmärkte -
verbindlicher, als es mitunter scheint!

Diakon Manfred Lohmann

Was wären unsere Städte ohne den Markt, ohne die Märkte. Dabei geht es darum, Märkte nicht einfach als Tummelplatz der Möglichkeiten zu sehen, wie es heute oft verstanden wird, sondern wie sie ursprünglich gedacht waren und sich bis heute durchgehalten haben: als Angebot des Landes an die Stadt.

Als Wochenmärkte haben sie sich eingebürgert, auf festen Plätzen, mit ebenso fester Kundschaft. In der Zeit vor Weihnachten werden sie durch den Weihnachtsmarkt ergänzt. Keine Konkurrenten, aber eine zeitgemäße Ergänzung. Weihnachtsmärkte in ihrer Vielfalt haben Angebote, die Wochenmärkte weder kennen noch führen: Geschenke für den Gabentisch zum Weihnachtsfest oder Schmuck für den Christbaum zu Hause.

Damit ist das Stichwort für diese Weihnachtsmärkte gefallen, die sich heute in jeder Stadt und selbst in den Landgemeinden etablieren: Schenken und Beschenken, und das gerade am Weihnachtsfest. Ein Brauch, der zunächst einmal nicht bekannt war. Beschenkt wurden die Kinder zum Nikolaustag, beschenkt wurden die Dienstboten – oder auch Gesinde genannt – zu den bestimmten Festen von ihren Herrschaften. So beschenkt, dass auch sie, die Armen, festlich feiern konnten.

Im 14. Jahrhundert wurde Handwerkern, Spielzeugmachern, Korbflechtern, Zuckerbäckern erlaubt, Verkaufsstände auf dem Marktplatz aufzubauen, um ihre Waren zu verkaufen. Aber nicht nur das; auch an das leibliche Wohl der Besucher wurde gedacht, und es gab geröstete Kastanien, Nüsse und Mandeln. So sah das damalige Umfeld zur Geburtsstunde der Weihnachtsmärkte aus; die bekanntesten unter ihnen waren der Nürnberger und der Münchener "Christkindlmarkt", beide erstmalig 1310 erwähnt, und dann der Dresdner "Striezelmarkt", 1434 erstmalig berurkundet.

Diese "Urbilder" finden sich heute in vielen Kopien wieder, ergänzt durch Bratwurst, Glühwein und andere kulinarische Angebote. An Besuchern fehlt es auch heute nicht. Im Gegenteil: unabhängig von der jeweiligen Witterung, Weihnachtsmärkte werden von groß und klein, von jung und alt bevölkert. Sie ziehen einfach durch ihren ganz eigenen "Flair" durch ihr eigenes Aroma an. Sie laden ein: zum Treffen, Sich-Begegnen, Erzählen. Einfach so! Vielleicht verbindlicher, als es mitunter scheint.

Manfred Lohmann,

Diakon

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