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Weltfriedenstag

Pater Norbert Wientzek

Erst einige Tage des neuen Jahres sind vorbei, und so haben wir noch genug Zeit die Wünsche, die wir uns gegenseitig zugesprochen haben, zu verwirklichen. Einige davon sind nicht von uns abhängig, für andere können wir was tun. Das beginnt schon bei dem Wunsch der Gesundheit, der wahrscheinlich am meisten von allen ausgesprochen wurde.
Durch entsprechende Lebensweise kann ich einigen Dingen vorbeugen oder wenigstens unter Kontrolle haben, aber vieles habe ich nicht in der Hand und muss damit leben.
Auch die Politiker und Regierenden haben uns zu einigen Dingen ermutigt, die das Zusammenleben der Gesellschaft erleichtern können.
Am 1. Januar haben wir in der katholischen Kirche den Weltfriedenstag begangen.
Aus diesem Anlass veröffentlichte der Heilige Vater eine Botschaft, die unter dem Titel steht: „Gute Politik steht im Dienste des Friedens.“
Papst Franziskus erinnert daran, dass Frieden zu bringen im Mittelpunkt der Sendung der Jünger Christi steht. Beim Aussenden sagte Jesus zu ihnen: „Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus“.
Franziskus versteht unter dem Haus: jede Familie, jede Gemeinschaft, jedes Land, jeden Kontinent, mit der jeweiligen Einzigartigkeit und Geschichte; jeden Menschen, ohne Unterschiede und Diskriminierungen. Es geht ihm dabei auch um unser „gemeinsames Haus“, um den Planeten, den Gott uns als Lebensraum zugewiesen hat und für den wir achtsam Sorge tragen sollen.
Die Politik wird dabei als eine hervorragende Form der Nächstenliebe angesehen, wenn sie sich in grundlegender Achtung des Lebens, der Freiheit und der Würde des Menschen vollzieht.
Diejenigen, die für das Wohl der Menschheitsfamilie arbeiten wollen, müssen unabhängig von kultureller oder religiöser Zugehörigkeit die folgenden menschlichen Tugenden praktizieren:
Gerechtigkeit, Gleichheit, gegenseitigen Respekt, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Treue.
In der Botschaft werden auch die „Seligpreisungen des Politikers“ zitiert. Die stammen vom 2002 verstorbenen vietnamesischen Kardinal Francois-Xavier Nguyen Van Thuan:

Selig der Politiker, der ein seiner Rolle entsprechendes Bewusstsein und Gewissen hat.
Selig der Politiker, der als Person glaubwürdig ist.
Selig der Politiker, der für das Gemeinwohl arbeitet und nicht für seine eigenen Interessen.
Selig der Politiker der kohärent bleibt.
Selig der Politiker, der Einheit schafft.
Selig der Politiker, der sich für die Verwirklichung radikalen Wandels einsetzt.
Selig der Politiker, der zuhören kann
Selig der Politiker, der keine Angst hat.

Auch wenn noch andere gute Gedanken in der Botschaft des Papstes zu finden sind, möchte ich mit den „Seligpreisungen“ diesen Beitrag beenden. Es sind die ersten Pfarrnachrichten im Neuen Jahr, also möchte ich allen ein gesegnetes Jahr wünschen und ein Jahr, in dem nicht nur die Politiker sondern jeder von uns einen Beitrag zum Frieden im Großen und Kleinen beiträgt.


P. Norbert Wientzek SVD

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