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Wenn einer eine Reise tut ...

Pater Thomas Bucher

…dann kann er was erzählen.

Heute möchte ich gerne ein wenig von meiner Urlaubs-Pilgerreise nach Lisieux berichten, zu den Orten, wo die hl. „kleine Therese“, Sr. Therese vom Kinde Jesu und vom heiligsten Antlitz, gelebt hat.
„Die Pilgerfahrt ist das Symbol für den Weg, den ein jeder Mensch in seinem Dasein abzulegen hat. Das Leben selbst ist eine Pilgerreise und der Mensch ein Pilger auf der Straße nach dem ersehnten Ziel.“, dem Vaterhaus im Himmel. (Papst Franziskus)

Sich auf den Weg machen ist nicht immer leicht. Vorher kamen bei mir hin und wieder so zweifelnde Fragen auf wie: Lohnt sich die Mühe überhaupt? (die vielen Kilometer; das Schlafen in einem Zwei-Bett-Zimmer…)
Gott sei Dank waren wir eine kleine Gruppe und hatten schon das Hotel gebucht. Die Zweifel hatte keine Chance die Oberhand zu gewinnen. Es gab kein Zurück mehr. Wir sind dann freudig aufgebrochen, in der Gewissheit, dass es ja die hl. kleine Therese ist, die uns erwartet!

„Aufbrechen und sich an einen Ort begeben, wo der Himmel die Erde berührt hat: dies ist der Ursprung einer jeden Pilgerfahrt.“ (Papst Franziskus) Der Aufbruch kann manchmal schwer fallen, aber das Ziel lohnt sich! Lisieux ist für uns tatsächlich so ein Ort geworden, wo die Schönheit des Himmels, die Gegenwart der Heiligen und ihre Fürsprache, für uns spürbar(er) geworden ist. Wir konnten den Heiligen, der kleinen Therese und ihren Eltern, alle unsere Anliegen und uns selber anvertrauen. Ihr Vertrauen in Gott und ihre Liebe zu Ihm hat uns angesteckt und gestärkt. Die Schönheit der Basilika und die Gemeinschaft der Betenden hat auch dazu beigetragen, dass wir uns dem Himmel ein Stück näher fühlten. Gott hat alles gut geführt und gut gemacht!

Wer ist eigentlich diese heilige kleine Therese, die uns dort besonders nahe war? Am 2. Januar 1873 geboren, am 30. September 1897 gestorben, ist sie nur 24 Jahre alt geworden. Mit 16 Jahren war sie in den Karmel von Lisieux eingetreten, wo sie „nichts Großes“ vollbracht hat. Und doch wurde sie schon 1923 selig und 1925 heilig gesprochen. 1927 wurde sie - - neben Franz Xaver- gar zur „Patronin aller Missionen“ ernannt und 1997 durch Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin. Damit steht sie in einer Reihe mit Thomas von Aquin, Theresa von Avila usw.!

Ihr besonderer Beitrag zur Lehre der Kirche und zum Verständnis des Glaubens ist ihr „kleiner Weg“. Jesus selbst sagt zu uns: „Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ (Mk 10,15). Es geht nicht darum kindisch zu werden, sondern sich als Kind Gottes in den Armen Gottes geborgen zu wissen und als sein Kind zu leben. Therese sagt, ein kleines Kind bleiben, „das bedeutet: sein Nichts anzuerkennen, alles vom lieben Gott zu erwarten wie ein kleines Kind alles von seinem Vater erwartet; es bedeutet sich über nichts zu beunruhigen.“

Das Ziel der „kleinen Therese“ war alles aus Liebe zu tun, denn die Liebe ist das Größte. Diese Liebe legt Gott selber in unser Herz, wenn wir uns aufmachen, um sie zu empfangen. Unsere Schwächen sollen wir nicht fürchten, denn „es ist das Vertrauen und nichts als das Vertrauen, das uns zur Liebe führt.“ (Therese)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit, eine gute „Pilgerreise“!

Ihr P. Thomas Bucher cb


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