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Pfarrnachrichten:

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Wenn sich Türen öffnen….

Gemeindeassistentin
Julia Kembügler

Jeden Tag öffnen wir eine Vielzahl von Türen.

Sei es, wenn wir nach dem Aufstehen die Tür zum Badezimmer öffnen.

Oder die Bürotür, die so mancher öffnet, um sich mal wieder an die Arbeit zu begeben.

Oder die Tür des Klassenzimmers, die wir alle irgendwann mal öffnen, um etwas dazu zu lernen.

Oder das kleine Zauntor am Vorgarten, welches wir öffnen, um einen guten Freund oder die Familie zu besuchen.

Oder die Kirchentür, die für jeden Messbesuch von der Küsterin oder dem Küster  geöffnet wird, damit wir als Gemeinde zusammenkommen können.

Türen eröffnen uns ein Weiterkommen, den Blick hinter die Fassade und Begegnungen mit unseren Mitmenschen. So normal die Tür auch zu sein scheint, kann damit viel ausgedrückt werden. Somit stellt sie einen wichtigen Gegenstand in unserem Leben dar, der viele Bedeutungen haben kann. Sogar die Zuneigung gegenüber den Mitmenschen kann durch die Tür ausgedrückt werden. Ich kann mich entscheiden, ob ich für jemanden die Tür offen halte oder ob ich sie ihm vor der Nase zu schlage. Sie kann auch diverse Lebensabschnitte markieren.

So kann der Bräutigam seine Braut über die Türschwelle in das neue gemeinsame Leben tragen.

Die ersten Schritte durch die Schultür zeigen dem Kind, dass es sich nun vom Spielen verabschieden kann und jetzt wichtige Dinge fürs Leben lernt.
Das Kommunionkind, welches viele Türen während der Vorbereitung öffnet, kann dadurch hinter das Gebäude der Kirche schauen und seinen eigenen Glauben begreifen.

Der Schritt durch die Tür in die eigenen vier Wände zeigt den Eltern, dass das eigene Kind groß geworden ist und ein neuer „gemeinsamer“ Lebensabschnitt beginnt.

Und der Schritt ins Krankenhaus, ermöglicht uns, unsere Liebsten auch während einer Krankheit zu begleiten.

Egal in welchem Alter wir uns befinden, Türen werden in unserem Leben immer wieder auch im übertragenen Sinn geöffnet oder geschlossen. So auch für mich. Der Schritt nach Bad Driburg durch meine neue Wohnungstür, hieß für mich Abschied nehmen von der Nähe zur Familie/ zu den Freunden und von den Menschen und meiner Wohnung in Dortmund. Ich habe mich aufgemacht in eine neue Umgebung zu neuen Mitmenschen. Natürlich stehen mir die Türen in Menden immer offen, aber ein großer Teil meines Lebens spielt sich jetzt an einem anderen Ort ab. Seitdem haben sich für mich in Bad Driburg schon viele Türen geöffnet. Auf der einen Seite wären da die vielen Kirchentüren in Bad Driburg. Jede einzelne dieser  Türen hat mir einen ganz individuellen Blick ins Innere eröffnet. Von sehr alten bis modernen Kirchen ist geradezu alles im Pastoralverbund vorhanden. Und natürlich gibt es auch in den Kirchen nicht nur eine Tür zu entdecken. So manche Sakristeitür habe ich zum Beispiel erst auf den zweiten Blick entdeckt. Aber nicht nur die Kirchen weisen viele Türen auf, sondern auch die zahlreichen Pfarrheime und Büros. Gerade hinter diesen Türen verbirgt sich neben den Gottesdiensten das Leben der einzelnen Gemeinden.

Der Leitsatz der diesjährigen Erstkommunionvorbereitung

Von diesem Leben konnte ich mir schon einen kleinen Eindruck verschaffen. Ich bin froh darüber, dass mich die Gruppen und Menschen hinter den Türen mit offenen Armen empfangen haben und mir Raum geben, meinen eigenen Standpunkt im Pastoralverbund zu finden. Zunehmend konnte ich feststellen, dass mir die Menschen im Pastoralverbund geradezu die Türen aufhalten und sehr bemüht darum sind, dass ich mich wohl fühle. Diesen Menschen bin ich schon jetzt sehr dankbar. Nichts desto trotz wird es einigen im Pastoralverbund anders gehen. Vielleicht wird mir auch so mancher die Tür öffnen und im Nachhinein enttäuscht sein, dass ich seine Erwartungen nicht erfüllen konnte oder Bekanntes nicht im gleichen Stil fortführe. Für diese Menschen möchte ich hier schon mal die Gelegenheit nutzen, um zu sagen, dass ich noch am Anfang meines Berufslebens stehe und mich noch hier und da ausprobieren möchte bzw. dazulernen möchte. Zudem werde ich wohl meine eigene Art in die Arbeit mit einbringen und wünsche mir, dass dies kein Grund ist, mir die Tür  vor der Nase zuzuschlagen.

Ich hoffe für die Zukunft, dass ich mit der Zeit den Menschen hier vor Ort gerecht werden kann und wir zusammen die Türen unseres Glaubens entdecken und öffnen können.

In freudiger Erwartung auf das Kommende!

Ihre Gemeindereferentin

Julia Kembügler

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