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Wie geht es weiter?

Diakon Gottfried Rempe

Am 20.11.2016 endete offiziell das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“, das von Papst Franziskus am 8. Dezember 2015 feierlich eröffnet wurde. Die „Heiligen Pforten“, auch im Dom zu Paderborn, sind wieder geschlossen. Nun können wir hinter dieses Ereignis ein Häkchen machen und uns auf ein neues „Event“, initiiert vom Vatikan in Rom, warten.

In seiner Eröffnungsansprache vor einem Jahr sagte Papst Franziskus: “Das ist die Zeit der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass die Gläubigen sie leben und in alle Gesellschaftsbereiche hineintragen - Vorwärts!“

Was hat nun dieses „Jahr der Barmherzigkeit“ bei uns bewirkt? Welche sichtbaren Spuren hat es in unseren Gemeinden hinterlassen? Hat sich in unserem persönlichen Leben etwas verändert im Umgang mit unseren Mitmenschen? In meinem eigenen Leben kann ich nur schwer erkennen, dass das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ ein besonderes oder verstärktes Engagement hervorgerufen hat. Ich habe auch kaum etwas gespürt von einem „Ruck“, der durch unsere Kirchengemeinden gegangen wäre.

Es ist unbestreitbar, dass viele Frauen und Männer in unseren Gemeinden sich auf verschiedene Weise und in unterschiedlichen Institutionen engagieren und oft bis an die Grenzen ihrer physischen Belastbarkeit gehen, um zu Verfügung zu stehen, wo dringend Not gelindert und Hilfe im mitmenschlichen Bereich benötigt wird.

Die gerade begonnene Adventszeit bietet ein gute Möglichkeit, wieder einmal still zu werden, sich nicht von der Geschäftigkeit und dem Trubel der Vorweihnachtszeit zu sehr vereinnahmen zu lassen, sondern in sich hineinzuhorchen und zu überlegen, wie das „Jahr der Barmherzigkeit“ auch über 2016 hinaus in jedem/jeder von uns neue Impulse für das persönliche religiöse und gesellschaftliche Leben setzen kann.

„Unser Glaube braucht die Konkretion der Fußwaschung am Mitmenschen!“
Schauen wir uns um, wo Menschen auf unsere Hilfe, unsere „Barmherzigkeit“ warten. Wir selber sollten uns zu Eigen machen, was Weihbischof Boom aus Würzburg, der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz zum „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“, gesagt hat: „Schuld, Vergebung und Versöhnung sind nicht nur Kernthemen im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. Sie sind von grundlegender Bedeutung für unseren Glauben an die Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus begegnet.“

Weihnachten zeigt uns Gott, dass er barmherzig zu uns Menschen ist. Deshalb hat er seinen Sohn in diese Welt gesandt, der uns vorgelebt hat, was „Barmherzigkeit“ konkret bedeutet.

Eine gute Woche, eine besinnliche Adventszeit und nicht zu hektische Vorbereitung auf Weihnachten wünscht Ihnen

Gottfried Rempe, Diakon

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