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Pfarrnachrichten:

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Wird jedoch der Menschensohn,
wenn er kommt,
auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?

Gemeindeassistentin
Julia Kembügler

(Lk 18,8)

 

Liebe Gemeinden,

das sonntägliche Evangelium endet diesmal mit einer offenen Frage Jesu. Eine Frage, die wir mit Blick auf unseren Glauben nicht mehr eindeutig mit Ja beantworten können. Seien es die leerer werdenden Kirchenbänke, die Bedeutungslosigkeit unseres Glaubens in der deutschen Gesellschaft, die Kirchenaustritte oder die Presseberichte. Ebenfalls lassen die aktuellen Ereignisse den ein oder anderen zweifeln.

Aber inwieweit beeinflussen zum Beispiel die Pressemitteilungen unseren persönlichen Glauben? Brauchen wir irgendwelche Bischöfe, um an Gott glauben zu können? Bischöfe, von denen die meisten von uns, vielleicht gerade einmal den Namen kennen. Sie sind als Hirte wichtig für das einzelne Bistum, aber nicht alleinig entscheidend für unseren Glauben.

Die Presse suggeriert uns schnell, dass ein bestimmter Promi, Politiker oder Geistlicher uns alle etwas angeht. Sie stehen dann für das Ganze. Ein Bischof oder Geistlicher hat sich falsch verhalten – die gesamte Kirche ist also schlecht. Ein Politiker hat einen Täuschungsversuch begangen – also ist auch seine Arbeit schlecht. Die Presse hat ihre eigene Art Dinge darzustellen. Sie lässt Zweifel und Fragen aufkommen. Natürlich ist das ein oder andere verwerflich, aber es sollte uns nicht daran hindern, das im Blick zu behalten,was unser Leben ausmacht.

Sind demnach die eigenen Glaubensfragen nicht wichtiger als die Klärung privater Probleme anderer? Müssten wir uns nicht viel mehr um uns, den Glauben und unsere Kirchen vor Ort kümmern? Jeder von uns wird schließlich geprägt durch das Glaubensleben vor Ort und kann dadurch seinen Glauben entwickeln. Gerade vor Ort müssen wir uns darauf besinnen. Darauf achten, dass die Befürchtung Jesu hier nicht zutrifft und sich am Ende keiner mehr zu seinem Glauben bekennen kann, der Glaube nicht mehr vorhanden ist. Er ist von keinem Bischof, Geistlichen oder einer öffentlichen Person abhängig.

Glaube geht jeden selbst etwas an und wir alle tragen dazu bei, dass er trotz der Vorkommnisse weiterlebt!

Ihnen allen einen guten Start in die neue Woche.

Ihre
Julia Kembügler

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