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„Zuhören, Sprechen, Zeugnis geben“

Diakon Gottfried Rempe

In den vergangenen Tagen waren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Caritaskonferenzen in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes unterwegs, um Spenden zu sammeln. Bei Wind und Wetter gingen sie von Haus zu Haus. Nicht immer öffneten sich Türen bzw. war die Bereitschaft anzutreffen, eine Spende zu geben. Es bedarf schon einer ganzen Portion Überwindung, gerade in dieser Zeit, wo „Kirche“ wegen einiger nicht glücklichen Finanzgebaren in der Kritik steht, an den Haustüren um Geld zu bitten. Aber unsere Sammlerinnen und Sammler haben sich nicht irritieren lassen! An dieser Stelle möchte ich ihnen herzlich für ihren selbstlosen Einsatz danken.

Denken Sie, liebe Gemeindemitglieder, nicht auch manchmal: „Warum engagieren diese Frauen und Männer sich eigentlich in der Caritas?“ Fragen Sie doch einmal bei ihnen nach!

Diese Männer und Frauen sind nicht „Funktionäre eines Systems. Nein! Wer in der Nachfolge Jesu dem Nächsten helfen will, der will ihm als Menschen helfen. Caritas ist nicht das Abwickeln von Programmen, ist nicht allein Speisen und Pflegen, sie ist ebenso Zuhören und Sprechen und Zeugnis geben.“ So beschreibt es Paul Josef Kardinal Cordes in seinem Buch: „Helfer fallen nicht vom Himmel.“ Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Caritaskonferenzen, das weiß ich aus den Gesprächen mit ihnen, liegen gerade diese Aspekte, die persönliche Begegnung, das Zuhören und eine Unterhaltung am Herzen. So geben sie ein Zeugnis für die Kirche Jesu Christi ab. Treffend sagte mir ein Mitarbeiter nach einer Sammelaktion auf die Frage, die ihm ein Hausbewohner gestellt hatte, warum er von Haus zu Haus laufe und für eine doch nicht unumstrittene Organisation Geld sammle: „Ich bin Christ, und als solcher fühle ich mich verpflichtet, mich für Menschen einzusetzen, die Hilfe benötigen.“ Das, liebe Leserinnen und Leser, unterscheidet von einer Form der sozialen Hilfe, die selbstverständlich notwendig und richtig ist. Aber für uns Christen gilt der Satz des Apostels Paulus: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).

Gottesdienst, Gottesliebe, Erfüllung „religiöser Pflichten “ ohne caritative Gesinnung und Nächstenliebe bleiben in den Augen Gottes leer! „Nur meine Bereitschaft, auf den Nächsten zuzugehen, ihm Liebe zu erweisen, macht mich auch fühlsam gegenüber Gott. Nur der Dienst am Nächsten öffnet mir die Augen dafür, was Gott für mich tut und wie er mich liebt,“ so beschreibt es Papst Benedikt in seiner Enzyklika „Deus caritas est“.

Gehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, gerade in diesen Tagen des Advents auf Menschen zu, die auf ein liebes Wort, auf einen Besuch oder aber auch auf eine kleine finanzielle Unterstützung warten. Bringen Sie Licht in die Dunkelheit so mancher Lebensbrüche. Seien wir gemeinsam Überbringer der Frohen Botschaft in Wort und Tat, Licht der Welt. So können wir Modell stehen für eine hilfsbereite und dem Menschen zugewandte, dienende Kirche.

Einen frohen und unbeschwerten 3. Advent wünscht Ihnen

Ihr
Diakon Gottfried Rempe

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